Der Mythos vom sturen Hund

Wir sagen immer:
Einen sturen Hund gibt es nicht…

Es gibt aber sehr wohl einen Hund, der schneller die Kooperation einstellt, als ein anderer es trotz Deiner Fehler tun würde 😉.

D.h.: Trittst Du z.B. einem Ridgeback, Shiba o. Akita Inu oder Herdenschutzhund (nur vier Beispiele) bei der Ausbildung auf die Füße, ist Schicht im Schacht.
Diese Rassen gelten nicht als hochmotiviert oder arbeitsfreudig und empfinden Dich schnell als lästig, übergriffig und unfair.

Sieht er doch sowieso schon keinen großen Sinn darin, für Dich Sitz oder Platz zu machen, nimmt er Dir Härte an dieser Stelle echt übel.
Ein Hundebesitzer, der seinen Hund aber dann stur findet, neigt schnell dazu, zu engstirnig und zu streng zu werden, frei nach dem Motto „Man muss gerade bei dieser Rasse sehr konsequent sein.“
Dabei wird Konsequenz mit Engstirnigkeit/Härte verwechselt und Dressur mit Erziehung .
Oder sie werden zu lasch: „Naja, ein Shiba steht nunmal nicht stramm!“, womit dann ein komplett unerzogener Hund entschuldigt wird.
Wie geht man aber nun an die Erziehung u. Ausbildung einer solchen Rasse oder eines als stur geltenden Hundes am besten heran?
Bei einem „sturen“ Hund sollte man vielleicht nicht zu allererst an Sturheit und Strenge denken sondern an mangelnde Kooperationsbereitschaft. Das bedeutet, als allererstes vor allem mit der Förderung/Steigerung von mehr Motivation zu starten.
Und ein Hund, der schon genetisch wenig Motivation zur Zusammenarbeit mitbringt, braucht viel mehr Engagement des Besitzers, als ein anderer.
Denn, ein motivierter Hund ist IMMER auch leichter erziehbar.
Dafür sollte Dressur (Ausbildung) von Erziehung (Verbindlichkeit/Gehorsam) abgegrenzt werden.
Das eine geht nicht ohne Motivation und das andere nicht ohne Fairness.
Die Formel ist also eine gute Mischung aus hoher Motivation und klarer Verbindlichkeit, mit einem fairen Programm.

Merke:
Dein Hund ist nicht stur, wenn er nicht mitarbeiten will.
Er ist schlicht nur nicht mehr kooperativ.
Frage Dich also, was Du verändern kannst, denn zur Kooperation gehören immer zwei 😉.

® Gabi Klaassen
Hundeschule Rhein-Wupper
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